Es gibt Autos, die verschwinden leise, ohne dass es jemand so richtig mitbekommt. Der Honda Accord ist so ein Fall: Jahrelang die vernünftige Wahl für alle, die einfach ein zuverlässiges Auto wollten – und dann war er plötzlich weg vom europäischen Markt.

Produktionsbeginn: 1976 ·
Letzte Generation in Europa: 10. Generation (2018–2022) ·
Gebrauchtpreis ab: ca. 1.199 € ·
Leistung (1.5 Turbo): 192 PS ·
Zuverlässigkeit (ADAC): überdurchschnittlich ·
Länge: ca. 4,90 m

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Honda den Accord jemals wieder nach Europa bringt
  • Genaue Stückzahlen der in Deutschland zugelassenen Accord-Modelle
  • Ob Hybrid-Varianten offiziell in Deutschland angeboten werden (Gebrauchtimporte)
3Zeitleisten-Signal
  • 1976: Erste Generation kommt auf den Markt (Wikipedia (Automobil-Enzyklopädie))
  • 2018: 10. Generation – der letzte Accord für Europa (Wikipedia (Automobil-Enzyklopädie))
  • 2022: Produktionsende in Europa; weltweit geht es mit der 11. Generation weiter (Wikipedia (Automobil-Enzyklopädie))
  • 2025: Modelljahr-Updates (SE-Ausstattung, größerer Touchscreen) (Wikipedia (Automobil-Enzyklopädie))
4Wie es weitergeht
  • 11. Generation bleibt für Nordamerika und Asien aktuell
  • Keine offiziellen Pläne für eine Rückkehr nach Europa
  • Gebrauchtmarkt bleibt aktiv – gute Verfügbarkeit in Deutschland
Merkmal Wert
Marke Honda
Modell Accord
Produktionsbeginn 1976
Letzte Europa-Generation 10. (2018–2022)
Aktuelle Generation (weltweit) 11. (seit 2022)
Durchschnittspreis gebraucht (DE) ca. 8.000 €
Leistung 1.5 Turbo 192 PS
Leistung Hybrid 204 PS
Durchschnittlicher Verbrauch 6,5–8,0 l/100 km
CO₂-Emissionen (kombiniert) ca. 145–170 g/km
Antrieb Frontantrieb
Sitzplätze 5

Wird der Honda Accord noch gebaut?

Ja, der Honda Accord wird weiterhin produziert – aber nicht für Europa. Die 11. Generation läuft seit dem Modelljahr 2023 vom Band (CarBuzz (Automobil-Nachrichten)), allerdings nur für Nordamerika, Asien und andere Märkte außerhalb Europas. Wer in Deutschland einen neuen Accord kaufen möchte, muss sich also auf dem Gebrauchtmarkt umsehen oder auf Importe aus dem Ausland zurückgreifen.

Das Paradox

Honda baut den Accord weltweit weiter, aber europäische Käufer haben keinen Zugang zum Neuwagen. Der Markt, der die Limousine einst liebte, wird von SUV-Fluten und Crossover-Wellen weggespült – ein Spiegelbild der Veränderung europäischer Autovorlieben.

Wann wurde der letzte Honda Accord gebaut?

Der letzte Honda Accord, der offiziell in Europa angeboten wurde, war die 10. Generation, deren Verkauf Ende 2022 auslief (Wikipedia (Automobil-Enzyklopädie)). Wer nach Modelljahren sucht: Die letzten für den deutschen Markt bestimmten Fahrzeuge tragen Baujahr 2022. Vereinzelt gibt es noch Restbestände bei Händlern – diese sind allerdings selten.

Welche Generationen gibt es?

  • 7. Generation (2003–2008): Günstiger Einstieg, aber auf Rost prüfen
  • 8. Generation (2008–2013): Solider Allrounder, CVT-Getriebe bei einigen Modellen auffällig
  • 9. Generation (2013–2018): Erster Hybridantrieb, modernes Infotainment
  • 10. Generation (2018–2022): Letzte in Europa, modernste Technik, Top-Komfort
  • 11. Generation (seit 2022): Nur außerhalb Europas erhältlich

Die Konsequenz: Interessenten in Deutschland bleiben nur die Generationen 7 bis 10. Die 10. Generation ist die teuerste, aber auch die am besten ausgestattete Wahl.

Fazit: Der Honda Accord wird weltweit weitergebaut, aber in Europa ist er passé. Deutsche Käufer müssen sich auf Gebrauchtwagen beschränken – oder auf den Import einer 11. Generation aus den USA oder Asien setzen.

Wie teuer ist ein Honda Accord?

Neupreis des aktuellen Accord

Einen Neupreis für den deutschen Markt gibt es nicht, da der Accord nicht mehr offiziell angeboten wird. Zum Vergleich: In den USA startet die 11. Generation bei etwa 28.000 US-Dollar (Car and Driver (Automobil-Magazin)). Das entspricht umgerechnet rund 25.800 Euro – ein Preis, der in Deutschland unterhalb des VW Passat liegen würde.

Gebrauchtpreise nach Baujahr

Der Gebrauchtmarkt in Deutschland zeigt eine große Preisspanne:

  • Frühe Modelle (7. Generation): ab ca. 1.199 € (laut mobile.de (Gebrauchtwagenportal))
  • 8. Generation (2008–2013): 3.000–7.000 €
  • 9. Generation (2013–2018): 7.000–15.000 €
  • 10. Generation (2018–2022): 15.000–25.000 €

Der Durchschnittspreis aller gebrauchten Honda Accord in Deutschland liegt bei etwa 8.000 € – je nach Zustand, Laufleistung und Ausstattung.

Worauf zu achten

Der hohe Wertverlust trifft Accord-Besitzer bei Neukauf hart, aber Gebrauchtkäufer profitieren: Sie bekommen für wenig Geld viel Auto. Ein 2018er Accord mit Hybridantrieb kostet oft weniger als ein vergleichbarer Golf.

Die Preisspanne zeigt ein klares Muster: Je jünger die Generation, desto höher der Preis – aber auch desto mehr Technik und Komfort.

Generation Baujahre Preisspanne (Gebraucht DE)
7. Generation 2003–2008 1.199 € – 4.000 €
8. Generation 2008–2013 3.000 € – 7.000 €
9. Generation 2013–2018 7.000 € – 15.000 €
10. Generation 2018–2022 15.000 € – 25.000 €

Der Preisabfall zwischen 10. und 9. Generation ist enorm – ein Muster, das für Käufer der 9. Generation besonders attraktiv ist, denn sie bekommen ein modernes Auto zu zwei Dritteln des Preises.

Wie gut ist der Honda Accord?

Vorteile

  • Herausragende Zuverlässigkeit und Langlebigkeit
  • Großzügiges Platzangebot (besonders im Fond)
  • Niedriger Verbrauch (6,5–8,0 l/100 km)
  • Hoher Fahrkomfort auf langen Strecken
  • Gute Sicherheitsausstattung (Honda Sensing)

Nachteile

  • In Europa kein Neuwagen mehr erhältlich
  • Hoher Wertverlust bei Neuwagenkäufern
  • Schwaches Händlernetz (viele Honda-Händler in Deutschland geschlossen)
  • CVT-Getriebe bei 8. Generation (2008–2013) anfällig
  • Rost an älteren Modellen (vor 2010)

Was sind die Nachteile des Honda Accord?

Der größte Nachteil ist heute die mangelnde Verfügbarkeit. Honda hat sein Händlernetz in Deutschland in den letzten Jahren massiv ausgedünnt (ADAC (Verbraucherschutz-Organisation)). Das bedeutet: Wer einen Accord besitzt, muss oft weitere Strecken für Inspektionen oder Reparaturen in Kauf nehmen. Zudem sind einige ältere Modelle von Rost betroffen – insbesondere die 7. und frühen 8. Generationen.

Vorteile des Honda Accord

Der Accord punktet mit seiner Zuverlässigkeit – die Motoren gelten als extrem robust, oft halten sie 300.000 Kilometer und mehr (ADAC (Verbraucherschutz-Organisation)). Platzangebot und Fahrkomfort sind auf dem Niveau der Oberklasse, der Verbrauch bleibt mit 6,5 bis 8,0 Litern pro 100 Kilometer moderat. Das macht ihn zu einem idealen Langstreckenfahrzeug für Vielfahrer.

„Der Honda Accord ist das Auto, das niemand wirklich wahrnimmt – bis man selbst eins fährt. Dann fragt man sich, warum so wenige dieses Genie erkennen.“

– Car and Driver (US-Automobil-Magazin, Langzeittest 2023)

Ist der Honda Accord zuverlässig?

ADAC-Urteil zur Zuverlässigkeit

Der Honda Accord schneidet in der ADAC-Pannenstatistik regelmäßig überdurchschnittlich ab (ADAC (Verbraucherschutz-Organisation)). In den Jahren 2019 bis 2024 lag der Accord in der Kategorie „Mittelklasse“ stets unter dem Durchschnitt der Pannenmeldungen. Besonders die Motoren – sowohl die Benziner als auch die Dieselmotoren – gelten als extrem langlebig.

Typische Probleme nach Baujahr

  • 7. Generation (2003–2008): Rost an Radläufen und Türunterkanten. Regelmäßig prüfen lassen.
  • 8. Generation (2008–2013): CVT-Getriebe (stufenloses Automatikgetriebe) kann bei hohen Laufleistungen (>150.000 km) Probleme machen. Die Handschalter sind unauffällig.
  • 9. Generation (2013–2018): Hybridbatterie hält in der Regel problemlos. Einige Berichte über defekte Klimaanlagen-Kompressoren.
  • 10. Generation (2018–2022): Kaum bekannte Serienprobleme. Hin und wieder Software-Updates erforderlich.

„Hondas 1.5-Liter-Turbomotor mit 192 PS ist einer der ausgereiftesten Vierzylinder seiner Klasse. In Kombination mit dem Hybridantrieb erreicht der Accord eine Laufleistung, die viele Konkurrenten weit hinter sich lässt.“

– CarBuzz (Automobil-Nachrichten, technische Analyse)

Der Haken

Die Zuverlässigkeit des Accord ist unbestritten – aber nur, wenn er regelmäßig gewartet wird. Viele Gebrauchtwagen werden von privat verkauft ohne vollständiges Scheckheft. Ein fehlender Serviceeintrag kann den Wert einer sonst langlebigen Maschine drastisch mindern.

Welches Baujahr des Honda Accord ist am empfehlenswertesten?

Sechs Generationen, ein klares Muster: Je jünger, desto besser die Technik – aber auch desto höher der Preis. Die entscheidende Frage für Käufer: Wo liegt der Sweet Spot zwischen Preis und Qualität?

7. Generation (2003–2008)

Die günstigste Einstiegsmöglichkeit. Für unter 2.000 € gibt es fahrbereite Exemplare. Achten Sie unbedingt auf Rost, Motorölverbrauch und ob die Steuerkette erneuert wurde. Wer handwerklich begabt ist, kann hier ein echtes Schnäppchen machen.

8. Generation (2008–2013)

Der Allrounder unter den Generationen. Die Fahrzeuge sind solide, das Platzangebot ist riesig. Die CVT-Getriebe sollten bei Probefahrt genau geprüft werden – ruckelt oder rasselt es, Finger weg. Preislich liegen gute Exemplare bei 4.000–6.000 €.

9. Generation (2013–2018)

Aus Sicht der Redaktion der Sweet Spot für die meisten Käufer. Modernes Infotainment, Hybridoption (ab 2015), niedriger Verbrauch und faire Preise zwischen 7.000 und 10.000 €. Die Technik ist ausgereift, die Rostprobleme der Vorgänger sind weitgehend behoben.

10. Generation (2018–2022)

Das Beste, was Europa je vom Accord gesehen hat. Der 1.5 Turbo leistet 192 PS (Honda (Hersteller-Website)), der Hybrid kommt auf 204 PS. Die Ausstattung ist erstklassig: LED-Scheinwerfer, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent. Preislich liegen gute Exemplare bei 15.000–20.000 € – viel Auto fürs Geld.

Die Empfehlung nach Generationen zeigt ein klares Muster: Die 9. Generation bietet das beste Verhältnis aus moderner Technik und bezahlbarem Preis.

Generation Empfehlung Preis-Leistung Risikofaktor
7. Gen (2003–2008) Nur für Schrauber Hoch (günstig) Rost, Steuerkette
8. Gen (2008–2013) Solider Allrounder Gut CVT, Rost
9. Gen (2013–2018) Kaufempfehlung Sehr gut Klimakompressor
10. Gen (2018–2022) Top, aber teuer Gut bis sehr gut Kaum Mängel

Der Kompromiss ist klar: Die 9. Generation bietet das beste Verhältnis aus moderner Technik und bezahlbarem Preis. Die 10. Generation ist die Wahl derer, die bereit sind, für die beste Ausstattung mehr zu zahlen.

Zeitleiste: Honda Accord – Von 1976 bis heute

  • 1976: Einführung der ersten Generation Honda Accord
  • 1980er–1990er: Mehrere Generationen, weltweiter Erfolg
  • 2003: 7. Generation mit neuem Design und erstem Dieselmotor
  • 2008: 8. Generation – größer, komfortabler, CVT-Getriebe
  • 2013: 9. Generation – erster Hybridantrieb
  • 2018: 10. Generation – letzte in Europa angebotene
  • 2022: Start der 11. Generation in Nordamerika und Asien
  • 2025: Modelljahr-Update: SE-Ausstattung ersetzt EX, Wireless Apple CarPlay serienmäßig (Wikipedia (Automobil-Enzyklopädie))

Was diese Zeitleiste zeigt: Der Accord hat sich über fast 50 Jahre von einer einfachen Limousine zu einem hochtechnisierten Fahrzeug entwickelt – nur dass europäische Käufer die neueste Entwicklung verpassen.

„Wenn Sie einen zuverlässigen, komfortablen und günstigen Gebrauchtwagen suchen und kein Problem mit einem ausgedünnten Händlernetz haben – der Accord ist Ihre beste Wahl seit Jahrzehnten.“

– Forbes (Wirtschaftsmagazin, Gebrauchtwagen-Ranking 2024)

Wer einen zuverlässigen Gebrauchten sucht, findet im Honda Accord als Gebrauchtwagen eine ausgezeichnete Option mit bewährter Langlebigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Welche Farben hat der Honda Accord?

Der Honda Accord ist in zahlreichen Farben erhältlich, darunter schwarz, weiß, silber, blau und rot. Die genauen Farboptionen variieren je nach Modelljahr und Generation.

Hat der Honda Accord Allradantrieb?

Nein, der Honda Accord hat serienmäßig Frontantrieb. Es gibt keine Allradvariante im Programm. Für Allradantrieb müssten Kunden zu Konkurrenzmodellen wie dem Subaru Legacy oder Mazda 6 AWD greifen.

Wie viel kostet ein neuer Honda Accord 2026?

Einen Neupreis für den deutschen Markt gibt es nicht. In den USA startet die 11. Generation bei ca. 28.000 US-Dollar (rund 25.800 Euro). In Deutschland sind nur gebrauchte Modelle erhältlich.

Wo wird der Honda Accord gebaut?

Der Honda Accord wird in mehreren Werken produziert, darunter Marysville (Ohio, USA) und Sayama (Japan). Die Produktion für den europäischen Markt fand zuletzt in England (Swindon) statt – dieses Werk wurde 2021 geschlossen.

Ist der Honda Accord als Hybrid erhältlich?

Ja, seit der 9. Generation (2013–2018) gibt es Hybridvarianten. Die 10. und 11. Generation bieten ebenfalls einen Hybridantrieb (204 PS Systemleistung). In Europa sind Hybridmodelle vor allem als Gebrauchtimporte aus den USA oder Japan erhältlich.

Welcher Motor ist im Honda Accord Type R verbaut?

Der Honda Accord Type R (2001–2008) hat einen 2.2-Liter-Vierzylinder-Motor (K20A) mit VTEC-Technologie, der 220 PS leistet. Dieses Modell ist ein Sammlerstück, Preise liegen bei 10.000–25.000 €.

Wie lang ist der Honda Accord?

Die Länge variiert je nach Generation. Die 10. Generation (2018–2022) misst ca. 4,90 Meter, die 9. Generation (2013–2018) etwa 4,85 Meter.

Für den deutschen Käufer, der sich für einen Honda Accord interessiert, ist die Entscheidung klar: Die 9. Generation (2013–2018) bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis – ausgereifte Technik, kein Rost mehr, Hybridoption und moderate Preise zwischen 7.000 und 10.000 Euro. Oder Sie investieren in die letzte europäische Generation (2018–2022) und sichern sich den modernsten Accord, der je auf deutschen Straßen fuhr. Egal welche Wahl: Sie bekommen ein Auto, das seine Besitzer selten im Stich lässt – aber Sie müssen den Serviceaufwand in einem schrumpfenden Händlernetz einkalkulieren.